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Das tut der Niere gut - 11. März ist Weltnierentag

Zum Weltnierentag haben wir uns von Prof. Dr. Bernhard Banas, Direktor der Klinik für Nieren- & Hochdruckerkrankungen bei uns im Haus und Leiter der Abteilung für Nephrologie am Universitätsklinikum Regensburg, Tipps geben lassen, wie man die beiden nur 9-12 cm großen Organe am besten schützt.

Einer Schädigung vorbeugen

Sich gesund ernähren, nicht rauchen und sportlich sein, das ist immer gesund - und für die Nieren ganz besonders: Eine mediterrane Kost mit viel Obst und Gemüse, ein eher knapper Konsum von Fleisch und tierischen Fetten ist die Basis, Salz nur in Maßen und nur sparsam Süßigkeiten - all das beugt Übergewicht, Bluthochdruck und einer Zuckererkrankung vor und damit den Hauptrisikofaktoren für eine Nierenerkrankung. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die Verwandtschaft: Viele Nierenkranke in der Familie können ein Hinweis für ein genetisches Risiko für Nierenschäden sein.

Bitte auch beachten

Normal und vor allem nach Durst trinken: Das heißt rund 1,5 Liter an normalen Tagen, bei Hitze und körperlicher Anstrengung entsprechend mehr. Vorsicht ist bei Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin D und diversen Schmerzmitteln geboten. Entgegen der Meinung vieler Boulevardpublikationen hat ein unkontrollierter Vitamin D-Konsum erheblich mehr Risiken als Vorteile und auch eine wiederholte Einnahme von Schmerzmitteln sollte immer ärztlich indiziert und begleitet werden.

Früherkennung ist das A und O

Die Nieren mit ihren vielen Aufgaben gehören zu den kompliziertesten Organen des Körpers. Das erschwert körpereigene Reparaturprozesse und zumeist gilt: Sind Teile der Nieren geschädigt, so sind diese für immer verloren. Ein weiteres Problem: Die meisten Nierenerkrankungen tun nicht weh. Das heißt ohne Blut- und Urinuntersuchungen bleiben viele Nierenerkrankungen im Frühstadium unerkannt. Immer ein Alarmzeichen ist ein Bluthochdruck, denn Nierenschäden können sowohl Folge als auch Ursache erhöhter Blutdruckwerte sein.

Lasst Euch testen

Nicht nur, aber gerade wer an Bluthochdruck oder Diabetes mellitus leidet, sollte unbedingt die von den Krankenkassen angebotenen Gesundheits-Check-Ups wahrnehmen. In Deutschland haben alle Frauen und Männer zwischen 18 und 34 Jahren einen Anspruch auf eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung, ab dem 35. Lebensjahr sogar alle drei Jahre. Zur Untersuchung gehört auch ein Urintest, der frühzeitig Aufschluss über eine Schädigung der Nieren gibt.

Fazit: Das Risiko einer Nierenerkrankung ist viel größer als allgemein bekannt

Für Deutschland ist bekannt, dass drei bis vier Prozent der Bevölkerung eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Einer von 850 Deutschen kann nur mittels Dialyse überleben. Leider ist aber gerade bei uns die Chance erfolgreich transplantiert zu werden in Europa mit am schlechtesten. Dass man somit mit der Diagnose „Terminales Nierenversagen“ eine kürzere Lebenserwartung als mit der Diagnose Krebs hat, das weiß leider fast niemand.

Und dazu kommt noch aktuell: Nierenkranke gehören zu den Höchstrisikopatienten, wenn es darum geht, an COVID-19 zu sterben.

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