Therapieangebote

Würdezentrierte Therapie ("Dignity Therapy")

Gespräche über Ihr Leben – Gedanken für Ihre Liebsten

Eine schwerwiegende, fortgeschrittene Erkrankung bedeutet eine immense Herausforderung für die Betroffenen und ihre Familien. Menschen in dieser Situation müssen sich ständig auf neue Situationen einstellen, sie sind konfrontiert mit Schmerzen, Ängsten und Verlusten. Dies kann zu einer großen Belastung werden. Manchmal scheint das eigene Leben nur noch von Krankheit geprägt, fremdbestimmt - und das sichere Gefühl, man selbst zu sein, gerät ins Wanken. Hinzu kommt die oftmals große Sorge um jene, die nach dem Ende des eigenen Lebens zurückbleiben werden.

Vor diesem Hintergrund wurde die Würdezentrierte Therapie ("Dignity Therapy"), eine palliativpsychologische Kurzzeit-Therapie entwickelt. Sie zielt darauf, Betroffene innerlich zu stabilisieren und für ihren weiteren Weg zu stärken. Dies geschieht mithilfe eines Interviewgesprächs:

  • Unterstützt durch die Fragen eines Psychologen kann der Patient mit ihm über Ereignisse und Themen aus seinem Leben besprechen, die für ihn wichtig sind.
  • Der Patient hat dadurch die Möglichkeit, Gedanken und Wünsche für die ihm nahestehenden Menschen zu formulieren.
  • Daraus wird im Anschluss ein persönliches Dokument für seine Liebsten erstellt.

Über das eigene Leben zu reflektieren und davon zu erzählen, kann eine bedeutsame Erfahrung sein. Persönliches mit Menschen zu teilen, die einem am Herzen liegen, kann ein Stück inneren Frieden bringen. Das Wissen darum, dass die eigenen Erinnerungen, Gedanken und Wünsche für nahestehende Menschen dokumentiert sind, kann tröstlich sein. Selbstverständlich ist es den Betroffenen selbst überlassen, was sie erzählen und worüber sie lieber schweigen möchten. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Michael Pfleger, Leiter des Psychoonkologischen Dienstes (Tel.: 0941 782-2070)!

Das nebenstehende Faltblatt wird von der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde herausgegeben, einem gemeinnützigen Verein, der sich für eine wertebasierte Gesundheitsversorgung und die Ausbildung von Fachkräften aus der Hospiz- und Palliativarbeit in Würdezentrierter Therapie einsetzt.

Wir danken dem Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses St. Josef, dem Caritasverband der Diözese Regensburg und der Geschäftsführung des Caritas-Krankenhauses für die großzügige finanzielle Unterstützung, durch die dieses palliativpsychologische Angebot für Patientinnen und Patienten unseres Onkologischen Zentrums, zunächst im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts, realisiert werden kann.

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