Informationen für Patienten

Was sollten Sie als Patient/in nach Möglichkeit mitbringen?

  • Gesundheitskarte
  • Einweisungspapiere Ihres Haus- oder einweisenden Arztes
  • Medizinische Ausweise (z.B. Marcumarausweis)
  • Falls vorhanden: Vorbefunde wie Arztbriefe oder Bildmaterial, sowie einen aktuellen Medikamentenplan


So funktioniert unsere Notaufnahme

Abläufe in der Zentralen Notaufnahme

Patientensicherheit und Risikomanagement

Anfang 2016 wurde die Zentrale Notaufnahme des Caritas-
Krankenhauses St. Josef eröffnet und entspricht dem neuesten Stand einer modernen Notaufnahme - sowohl in der räumlichen als auch der medizinischen Ausstattung.

Da die Notaufnahme zu den Bereichen eines Krankenhauses mit hohem Risikoprofil gehört, legen wir besonderen Wert auf eine Qualitätssicherung. Die Nutzung einer leistungsfähigen EDV ebenso wie die Einhaltung von Verfahrensanweisungen und Leitlinien, Überprüfung der Zielvorgaben und die regelmäßige Auswertung der Ergebnisse in Hinblick auf die gesetzten Ziele ermöglichen eine hohe Qualität der notfallmedizinischen Versorgung.

Besonderes Augenmerk wird auf die Patientensicherheit und das Risikomanagement gelegt. So wird  jeder Patient von einer geschulten medizinischen Fachkraft ersteingeschätzt und ein Patienten(identifikations)armband beugt Verwechslungen vor. 
In jedem der 18 Behandlungsräume stehen Monitoringsysteme zur Überwachung der Vitalfunktionen bereit. Überwachungspflichtige Patienten können somit umgehend nach der Aufnahme weiter überwacht werden. Zusätzlich kann im Bedarfsfall eine Videoüberwachung in den Behandlungsräumen zugeschaltet werden.

Aufnahme und Ersteinschätzung

Je nach Schwere der Erkrankung erfolgt die Anmeldung durch den Patienten bzw. Angehörigen oder den begleitenden Rettungsdienst.

Der Erstkontakt des Patienten erfolgt in der Regel mit der sogenannten Triagepflegekraft, die eine Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit nach dem Manchester-Triage-System vornimmt. Bei Eintreffen des Patienten werden gegebenenfalls  auch die Vitalparameter erfasst (Puls, Blutdruck, Temperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Blutes, Schmerzintensität) und/oder eine Blutentnahme durchgeführt. Der zeitliche Ablauf der Diagnostik- und Therapieschritte erfolgen auf Basis der mittels der Ersteinschätzung festgestellten Behandlungsdringlichkeit.



Ihre Geduld kann Leben retten

Die Reihenfolge der Behandlung der Patienten richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung oder Verletzung und dem akuten Versorgungsbedarf. So werden Patienten, die mit schweren Erkrankungen ankommen, zuerst behandelt. Wer etwa wiederbelebt oder beatmet werden muss, kann nicht warten und benötigt maximalen medizinischen Einsatz durch das Team der Zentralen Notaufnahme. Auch Patienten mit akuten Brustschmerzen und neu aufgetretenen Lähmungen dürfen nicht warten: Hier könnte ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall vorliegen.

Das Eingruppieren in verschiedene Dringlichkeitsstufen führt gelegentlich dazu, dass sich längere Wartezeiten in unserer ZNA leider nicht vermeiden lassen. Dabei können möglicherweise Patienten vor Ihnen in den Behandlungsbereich gerufen werden, obwohl diese erst nach Ihnen eingetroffen sind.

Doch auch Ihre Wartezeit bei uns ist nicht umsonst: Durch Ihr Warten kann vielleicht einer anderen Patientin oder einem anderen Patienten das Leben gerettet werden.

Neben der Dringlichkeitseinstufung kann auch die Zuordnung in die verschiedenen Fachgebiete - zum Beispiel Chirurgie oder Innere Medizin - zu unterschiedlichen Wartezeiten führen. Um eine optimale Versorgung unserer Notfallpatienten zu gewährleisten, bitten wir um Ihr Verständnis, dass es in „Spitzenzeiten“ auch einmal zu längeren Wartezeiten kommen kann. Wir werden aber stets versuchen, diese so kurz wie möglich zu halten und Sie darüber informieren. Dafür steht auch unser Wartezimmer-Informationssystem zur Verfügung.

Behandlung in der ZNA

Die erforderlichen Befragungen und  Untersuchungen führt das Ärzte-Team der ZNA durch, das sich aus erfahrenen, interdisziplinär tätigen Notfallmedizinern und den Ärzten der verschiedenen vorgehaltenen Fachbereiche zusammensetzt. 

Bei Erfordernis finden direkt in der Zentralen Notaufnahme Untersuchungen wie z.B. EKG, Sonografie (Ultraschall), Doppler-/Duplexsonografie (Ultraschall von Gefäßen) und die Röntgendiagnostik statt. Nach der Erstversorgung und nach Vorliegen aller Untersuchungsbefunde wird eine (Verdachts-/Arbeits-)Diagnose gestellt. Wenn erforderlich, werden Konsiliarärzte weiterer Fachdisziplinen des Krankenhauses hinzugezogen.

Behandlungsmaßnahmen müssen in der Notaufnahme häufig schon vor dem Festlegen einer Diagnose symptomorientiert erfolgen. So werden z.B. frühzeitig Notfallmedikamente zur Behebung von bedrohlichen Zuständen und starken Schmerzen eingesetzt.

Bei Schwerkranken oder Schwerverletzten erfolgt die
Erstbehandlung in einem speziellen Schockraum, der für die Behandlung lebensbedrohlicher Verletzungen und Erkrankungen ausgestattet ist. Es stehen vor Ort alle notwendigen Apparate und diagnostischen Mittel zur Verfügung, die es ermöglichen, in kurzer Zeit Verletzungen und andere krankhafte Zustände zu diagnostizieren und zu therapieren. Von Fachgesellschaften werden Zeitziele für die Durchführung von Diagnostik und Therapie bei Schwerverletzten vorgegeben. So muss innerhalb von 30 Minuten nach Klinikaufnahme eine Computertomografie zur Schnittbilddiagnostik durchgeführt und innerhalb des gleichen Zeitfensters eine Notfalloperation durchgeführt werden können, wenn es der Zustand des Patienten erfordert. Für die Weiterbehandlung stehen im Haus insgesamt 19 Bettplätze auf Intensiv- und Wachstationen zur Verfügung.

Für Patienten mit Herzstillstand oder Herzrhythmusstörungen steht ein Thoraxkompressionsgerät des Typs Lucas 2 zur Verfügung. Dieses Gerät übernimmt die Herzdruckmassage und kann diese auch während der erforderlichen Notfalldiagnostik fortführen. Dazu wird das Gerät über dem Brustkorb des Patienten fixiert und übernimmt die Pumpfunktion des Herzens.

Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der ZNA und in der angegliederten Funktionsdiagnostik

  • Leitlininiengerechte Soforttherapie bei Verdacht auf
    Herzinfarkt, Schlaganfall oder Blutvergiftung (Sepsis) und weiteren kritischen Erkrankungen
  • Schockraum- und Polytraumaversorgung nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (zertifiziertes lokales Traumazentrum im Traumanetzwerk Ostbayern)
  • Notfallsonografie (Ultraschall des Bauch- und Brustraumes, von Weichteilen und Gelenken sowie von Extremitätengefäßen (Arterien und Venen)  und des Herzens) und radiologische Sofortdiagnostik (konventionelles Röntgen und Computertomografie)
  • Notfallendoskopie (Gastro- und Coloskopie, ERCP, Bronchoskopie)
  • Atemunterstützungsverfahren bei akutem Atmungsversagen oder bei Verschlechterung einer chronischen Lungenerkrankung (invasive und nicht-invasive Beatmung)
  • Durchgangsarztverfahren für Arbeitsunfälle (Klinik für Unfallmedizin, Klinikdirektor Prof. Dr. med. M. Nerlich) 

Wie geht es weiter

Falls keine weitere Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist, entlassen wir Sie mit einer Therapieempfehlung nach Hause. Diese können Sie dann Ihrem Hausarzt oder dem niedergelassenen Facharzt Ihrer Wahl vorlegen. Notwendige Medikamente oder Hilfsmittel zur Überbrückung bis zu Ihrem nächsten Arztbesuch geben wir Ihnen mit.

Bitte beachten Sie:

Für gesetzlich Versicherte können keine Kassenrezepte und / oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei ambulanter Behandlung ausgestellt werden (Ausnahme: Arbeitsunfälle)!

Da die Zentrale Notaufnahme vorrangig für die Behandlung von Patienten mit akuten Erkrankungen oder nach Unfällen vorgesehen ist, sind wir mit einem normalen Hausarztsystem nicht zu vergleichen. Es können keine Termine vergeben werden; erforderliche Nachkontrollen erfolgen in der Regel über niedergelassene Ärzte oder die Bereitschaftspraxis.

Sollte Ihre Erkrankung bzw. Verletzung eine stationäre Behandlung oder Diagnostik erforderlich machen, verlegen wir Sie von der ZNA direkt auf eine Bettenstation bzw. eine Intensiv- oder Überwachungsstation oder überwachen Sie in der ZNA.

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