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Mehr Sicherheit für Patienten

Caritas-Krankenhaus St. Josef rüstet das gesamte Haus mit modernen Desinfektionsmittelspendern aus  

Wenn man das Caritas-Krankenhaus St. Josef betritt, bleibt man erst einmal überrascht stehen: Ein dicker roter Balken auf dem Fußboden mit der Aufschrift „STOP - Händedesinfektion“ erregt die Aufmerksamkeit. Daneben fordert ein Plakat auf, die Hände in den Spender zu halten und automatisch wird ein Nebelstoß von Desinfektionsmittel darüber versprüht. So wird eine berührungslose Entnahme von Desinfektionsmittel ermöglicht, eine Hinweistafel leitet dabei zum richtigen Vorgehen an.  
Das wichtigste Transportmittel für Keime sind unsere Hände. Unsere Haut ist mit Millionen von Bakterien besiedelt. Diese dienen der normalen Hautflora, sind aber auch eine ideale Umgebung und Brutstätte für aus der Umgebung aufgenommene Keime. Pro Jahr treten ca. sechs- bis achthunderttausend Krankenhausinfektionen deutschlandweit auf, von denen 30 Prozent vermeidbar sind. Die wichtigste Maßnahme, um eine Übertragung von gefährlichen Keimen zu verhindern und vorzubeugen ist eine gründliche Händedesinfektion. Die neuen Spender sollen die Patienten und Besucher sowie das Personal zur Händedesinfektion anregen und so für mehr Sicherheit sorgen. Gerade für Besucher ist es sinnvoll, sich beim Betreten des Krankenhauses die Hände zu desinfizieren, um eine eventuelle Keimbelastung zu minimieren und so die Angehörigen zu schützen. Ebenso sinnvoll ist eine Händedesinfektion vor Verlassen des Krankenhauses, damit mögliche Kontaminationen mit Krankenhauserregern nicht auf den Händen verbleiben.
„Mit diesen Spendern schaffen wir die Möglichkeit, im gesamten Haus flächendeckend und unkompliziert eine Händedesinfektion durchzuführen“, meint Michael Frank, Leiter der Direktion für Pflege- und Patientenmanagement. Seit das Bundesministerium für Gesundheit in Kooperation mit verschiedenen Organisationen die nationale Kampagne „Aktion Saubere Hände“ 2008 ins Leben gerufen hat, beteiligt sich das Caritas-Krankenhaus St. Josef aktiv mit eigenen Maßnahmen. „Die Sicherheit unserer Patienten, deren Angehöriger und unseres Personals liegt uns sehr am Herzen. Deshalb haben wir das Jahr 2016 zum Jahr der Händehygiene ausgerufen“, meint Geschäftsführer Florian Glück. In diesem Zusammenhang sind weitere zahlreiche Maßnahmen geplant, wie z. B. eine Fotoaktion und erklärende Schautafeln.

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef ist bundesweit das erste Krankenhaus, das zur Errichtung von Keimbarrieren auf eine Kombination von roten Bodenaufklebern in Kombination mit berührungslosen Händedesinfektionsautomaten setzt. Diese Händedesinfektionsstationen sind eine Erfindung des Düsseldorfer Krankenhausberatungsunternehmens HYSYST. „Ein Stop-Schild auf dem Boden, da bleibt jeder erst einmal stehen. Diese Aufmerksamkeitssekunde nutzen wir, um die Besucher zur Händedesinfektion zu bewegen", erklärt Geschäftsführer Thomas Meyer. An der integrierten HyTouch-Zeitüberwachung haben die Gründer des Unternehmens lange getüftelt bis sie in Produktion ging. Leuchtdioden zeigen an, wann die vorgeschriebene wirksame Einreibezeit von 30 Sekunden erreicht ist. Neu ist außerdem, dass der Desinfektionsmittelautomat nicht mehr berührt werden muss. „Berührungsängste muss da im wahrsten Sinne keiner mehr haben und die Bedeutung der Händedesinfektion im Krankenhaus kann so noch besser im Bewusstsein der Menschen verankert werden", so Meyer.

Erika Voggesberger, die Leitung der Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention hat 19 dieser modernen Geräte organisiert und im gesamten Haus aufstellen lassen. Der Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses St. Josef hat einen Teil der Finanzierung übernommen.

Florian Glück, Michael Frank, Erika Voggesberger und Prof. Alois Fürst


 





 






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