Adipostiaszentrum Regensburg

Adipositas-chirurgische Therapie

Ab einem BMI > 40 kg/m² oder ab einem BMI > 35 kg/m² mit zusätzlichen Begleiterkrankungen (z.B. kardiopulmonale und/oder kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlafapnoe-Syndrom, Diabetes mellitus Typ II, Arthrose) ist nach erfolgloser konservativer Behandlung (gemäss dem multidisziplinären Konzept über 6-12 Monate) ein Antrag auf chirurgische Behandlung im Sinne der „Ultima-Ratio-Situation“ bei den Krankenkassen möglich und wird nach erfolgreichen Gutachten-Verfahren (MDK-Gutachten) von diesen übernommen.

Patientenalter: Adipositas-chirurgische Operationen bei uns im Regelfall ab 18 Jahren 

Kontraindikationen für eine Operation sind:

  • fehlende Compliance oder Krankheitseinsicht
  • Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
  • unbehandelte Bulämia nervosa
  • konsumierende Grunderkrankungen
  • Leberzirrhose Child (B)/C
  • fehlende langfristige medizinische Betreuung
  • instabile psychische Erkrankungen

Letztlich ist bleibt die Indikationsstellung jedoch immer eine individuelle Entscheidung in enger Zusammenarbeit mit dem Patienten.

Die verschiedenen bariatrischen Operationen werden in restriktive und malabsorptive Verfahren, sowie deren Kombinationen unterschieden.

  • Restriktive Verfahren dienen der Einschränkung der Gesamtnahrungszufuhr. Das Prinzip basiert auf der Verkleinerung des Magenreservoirs und führt somit zur Einschränkung der Zufuhr fester Nahrung. Energiereiche flüssige oder breiige Speisen können jedoch ungehindert aufgenommen werden.
    Dazu gehören: Magenband, Magenschlauch (Sleeve)
  • Bei malabsorptiven Verfahren beruht der gewichtsreduzierende Effekt auf einer unzureichenden Verdauung des Nahrungsbreis sowie in einer reduzierten Aufnahme von Nährstoffen.
    Dazu gehören die biliopankreatische Diverson (BPD) +/- Duodenalswitch (BPD-DS), nur angewandt bei schwerster morbider Adipositas mit einem EWL (effektive weight loss) von 85%; in Deutschland bisher kein gängiges Operationsverfahren.
  • Eine Kombination aus Restriktion und Malabsoption ist der proximale Magen-Bypass (Roux-Y-Magen-Bypass).

Der Magenballon ist keine adipositas-chirurgische Therapie; er wird allenfalls präoperativ zur Reduktion des Operationsgewichts bei einem BMI > 60 kg/m² verwendet. Er ist keine Methode zur langfristigen Gewichtsreduktion.

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Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Klinik für Chirurgie
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Sekretariat der Klinik
Kathrin Gabler
Tel: 0941 782-3310
Fax: 0941 782-3315

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