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Caritas-Krankenhaus St. Josef feierte seinen Namenstag - Wertschätzung für Patienten als Abbild Gottes

Der Tag des Heiligen Josef ist für das Caritas-Krankenhaus St. Josef jedes Jahr ein besonderer Termin. Die Verantwortlichen blicken auf das vergangene Jahr zurück. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freunde und Förderer sind der Einladung zur Josefi-Feier mit Heiliger Messe und anschließendem Festakt gefolgt. Diözesan-Caritasdirektor Monsignore Dr. Roland Batz betonte in seiner Ansprache die Bedeutung kirchlicher Krankenhäuser. Zudem zeichnete er langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Elisabeth-Medaille aus. 
  
„Vom heiligen Josef ist in der Bibel wenig zu erfahren“, begann Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner seine Predigt. „Dennoch spricht sein stilles Leben eine unüberhörbare Sprache“, sagte er. Der Heilige Josef hatte ein offenes Ohr für Gott und tat, was notwendig war. Er beschützte, teilte Schicksal und begleitete Leben. Genau das geschehe auch in diesem Haus, stellte der Dompropst heraus. „Dass das Caritas-Krankenhaus in der Stadt und darüber hinaus einen so guten Ruf genieße, liegt nicht zuletzt an den Mitarbeitern.“ Diese wirkten ohne großes Aufsehen Tag für Tag so kräftig für die ihnen anvertrauten Patienten.    

Krankenhäuser als Orte der Grenzerfahrung 

„Menschen im Krankenhaus leben an der Grenze“, sagte Caritasdirektor Dr. Roland Batz beim anschließenden Festakt. Die Mitarbeiter seien täglich herausgefordert, bei Menschen in Grenzerfahrungen zu bleiben. „Krankenhäuser wie St. Josef sind Orte, wo Pflegende und Ärzte Grenzerfahrungen teilen“, so Batz.  Kirchliche Krankenhäuser würden derweil immer wieder in Frage gestellt. Kirchliche Einrichtungen, die mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, finden immer weniger Akzeptanz in der Gesellschaft. Caritasdirektor Dr. Roland Batz griff auf Papst Franziskus zurück, der dazu eine ermutigende Perspektive gibt: „Mir ist eine verbeulte Kirche, die beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und Bequemlichkeit, sich an eigene Sicherheiten zu klammern, krank ist.“ So sei es auch unsere Aufgabe, sich der Komplexität des Gesundheitswesens zu stellen. Aufgeben sei da keine Perspektive, betonte Batz. Menschen in Grenzerfahrungen dürften von der Caritas nicht alleine gelassen werden. „In Solidarität mit den Menschen zu leben, ist für eine Kirche in der Welt von heute nirgends tiefer und ernsthafter möglich, als in einer Einrichtung, in der sich Ängste und Hoffnungen der Menschen so bündeln wie in unserem Krankenhaus“, so der Caritasdirektor. Dieses absichtslose Tun könne genau der Mehrwert sein, auf den es ankommt.    

Medizin, Ökonomie und Nächstenliebe 

Die Zuwendung zum Menschen als Ebenbild Gottes, insbesondere zu den Bedürftigen und Leidenden, sei integraler Bestandteil christlicher Existenz. Hier gehe es nicht um eine zusätzliche Leistung, die man je nach Konjunktur wahrnehmen könne oder eben nicht. Zum unternehmerischen Handeln und zur medizinischen Top-Versorgung müsse die gelebte Nächstenliebe kommen. „Krankenpflege ist für uns nicht Kundenpflege!“ Auch bei den Mitarbeitern handele es sich nicht nur um bloße Personalnummern. Denn diese seien letztendlich Erfolgsgrundlage für ein kirchliches Krankenhaus. Die Patienten seien Mittelpunkt des Hauses, nicht als „König Kunde“, sondern als „Abbild Gottes“. Zu „High-tech“ müsse „High-touch“, die Zuwendung zum Menschen, kommen. Heilung geschehe in einer Einheit von Leib, Seele und Geist. Somit sei auch die Krankenhausseelsorge „keine Ergänzung oder etwas Nebensächliches, sondern Mitte und Wesenselement unserer Zuwendung zum Kranken.“ 
  
Ein Meilenstein des vergangenen Jahres war für das Josefskrankenhaus unter anderem die Etablierung einer Sauerstoff-Überdruckkammer mit 24-Stunden-Bereitschaft in Anbindung an die Intensivstation. Größtes Projekt war und ist die neue und moderne Notaufnahme, die kürzlich offiziell vorgestellt wurde und bald in Betrieb geht. 2000 Besucher nahmen sie beim Tag der offenen Tür genauer unter die Lupe. Im vergangen Jahr wechselte außerdem die Geschäftsführung. Florian Glück übernahm diese in Nachfolge von Dr. Joachim Ramming.      

Verdiente Mitarbeiter ausgezeichnet 

Insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten für ihren 25-jährigen Dienst die Medaille der Heiligen Elisabeth samt Urkunde. Zwei Mitarbeiter wurden für ihre 40-jährige Tätigkeit geehrt. Die Elisabeth-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die der Diözesan-Caritasverband Regensburg vergeben kann. Die Elisabeth-Medaille erhielten: Zdzislawa Wolanska (Krankenschwester Stomatherapie Station 5), Petra Schoßland (Krankenschwester Anästhesie), Karl-Heinz Hafner (Krankenpfleger Anästhesie), Maria Reil (Kinderkrankenschwester Station 3), Slawomir Wus (Stationsleiter Dialyse), Siegfried Eder (Küchenleiter), Hannelore Zurawiecki (Krankenschwester Station 3), Cornelia Mohaupt (Verwaltungsangestellte Urologie), Grazyna Orski (Krankenschwester Station 1), Ivette Böhm (Krankenschwester OP), Johann Renner (Stellv. Küchenleiter), Christiane Malterer (Krankenschwester Station 6), Ana Maria Ferreira Martins (Reinigungshilfe) und Angela Lang (Krankenschwester Dialyse). 40 Jahre im Dienst des Caritas-Krankenhauses sind Dr. Josef Kraus, der bis zum 31. März 2014 als Oberarzt in der Inneren Medizin tätig war und seit 1. April 2014 Betriebsarzt ist, sowie Helga Lang, die als Leiterin des Ambulanten Patientenmanagements tätig ist. Beide erhielten bereits 1986 das Caritas-Ehrenzeichen in Silber und 2001 die Elisabethmedaille.

Bild: Die Geehrten mit Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner (rechts) , Caritasdirektor Dr. Roland Batz (2.v.l.), Krankenhausgeschäftsführer Florian Glück (3.v.r.) und Pflegedirektor Michael Frank (7.v.r.).

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