Klinik für Chirurgie

Da Vinci - roboterassistierte Operationen

Der Patient liegt wie bei jeder Operation in Rückenlage auf dem OP-Tisch. Ein Anästhesist leitet die Narkose. Eine Instrumentenschwester und ein Chirurg als Assistent des Operateurs stehen steril am Patienten und überwachen das Kernstück des Roboters, der die Instrumente führt und jede Bewegung des Operateurs umsetzt.

Der Operateur steht nicht am OP-Tisch, sondern sitzt an der sog. Konsole, die irgendwo im OP-Saal oder auch im Nebenraum steht. Verbunden sind beide Systeme über Kabel, die die Information von der Konsole direkt zu den Instrumenten weiterleiten.



Roboterassistierte Operationen bieten große Vorteile bei vielen viszeralchirurgischen Eingriffen: Die Da Vinci-Instrumente ähneln einem menschlichen Handgelenk im Sinne ihrer Beweglichkeit und ihrer Greiffunktion. Der Vorteil gegenüber dem Handgelenk liegt in der Miniaturisierung. Das heißt die Funktionalität einer menschlichen Hand benötigt im Körper des Patienten nur einen Raum von 1 bis 2 cm³. Damit werden Prozeduren auf kleinstem Raum möglich, die bisher undenkbar waren. Wir stehen hier am Anfang einer Entwicklung mit viel Phantasie zum Nutzen des Patienten.

Die Instrumente bewegen sich ohne abstützende Hebelkräfte in der Bauchdecke, was noch schonender für den Patienten ist und den postoperativen Schmerzmittelverbrauch senkt. 3D-Sicht für den Operateur ermöglicht ein absolut zielsicheres Arbeiten im Körper des Patienten. Bewegungen des Operateurs an der Konsole werden – ähnlich wie beim Getriebe eines Autos – in wählbaren Übersetzungen auf den Patienten übertragen. Somit wird eine noch höhere Präzision bei entscheidenden Operationsschritten ermöglicht.

Sowohl die Kamera als auch die beiden Arbeitsinstrumente werden durch den Operateur selbst geführt und gelenkt. Das heißt, Kommunikationsfehler zwischen Operateur und Assistenten werden vermieden. Auch ein besonderes Zusammenspiel zwischen Operateur und Assistent muss nicht fehlerfrei funktionieren, sondern ist prinzipiell durch die Steuerung des Operateurs ausgeschlossen.

Der Da Vinci-Roboter hat einen dritten Haltearm, der ebenfalls vom Operateur selbst platziert und bewegt werden kann. Hierdurch kann ein statisches Haltesystem etabliert werden, welches dem dynamischen, durch Assistenten geführten Haltesystem vom Prinzip her deutlich überlegen ist.

  

Kontaktieren Sie uns

Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Klinik für Chirurgie
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Sekretariat der Klinik
Kathrin Zisler
Tel: 0941 782-3310
Fax: 0941 782-3315

chirurgie@caritasstjosef.de

Terminvereinbarung
Tel: 0941 782-3311

Kontakt Anfahrt Seite drucken© 2002-2017 Caritas-Krankenhaus St. Josef | Impressum | Sitemap | Design & Programmmierung