Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Lehrstuhl der Universität Regensburg

Dysplasie-Sprechstunde

Sehr geehrte Patientin,
Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt hat Sie in unsere Dysplasie-Sprechstunde überwiesen.

Was sind Dysplasien?

Im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt (PAP-Abstrich) wird der Verdacht auf
eine Dysplasie am Gebärmutterhals oder äußeren Genitale gestellt.
Bei einem großen Teil der Dysplasien handelt es sich um Zellveränderungen, die sich von selbst wieder zurückbilden und nicht behandelt werden müssen. Der andere Teil bleibt bestehen oder kann sich in eine Krebserkrankung weiterent wickeln. In solchen Fällen müssen diese Dysplasien entfernt werden. Dies können wir gezielt und schonend durch die Anwendung modernster Methoden, wie der Hochfrequenzschlinge, durchführen.
Wenn eine Operation notwendig ist, führen wir diese an einem zweiten Termin durch und besprechen den Ablauf vorher ausführlich mit Ihnen.

Die Untersuchung

Zunächst geht es darum, eine Diagnose zu stellen und diese mit Ihnen zu besprechen. Der wichtigste Bestandteil der Untersuchung ist die sogenannte Differenzialkolposkopie, bei der wir unter mikroskopischer Sicht den Gebärmutterhals untersuchen und Veränderungen durch Betupfen mit verdünnter Essigsäure und Jod sichtbar machen. Diese Unter suchung können Sie am Monitor mitverfolgen. Während der Untersuchung entnehmen wir gezielt Abstriche und – wenn notwendig – auch eine kleine Gewebeprobe.
Wir beschäftigen uns in unserer Dysplasiesprechstunde neben Veränderungen am Gebärmutterhals auch mit Erkrankungen der Scheide und der Vulva. Auch hier hilft die Differenzialkolposkopie bei der Diagnosefindung.

HPV – Humane Papillomaviren

Es gibt mehr als 150 verschiedene Typen dieses Virus, meist harmlos, aber auch ungefähr 15 Hochrisikotypen.
Diese werden im Genitalbereich bei Sexualkontakten, auch von Haut zu Haut, übertragen. Daher schützen auch Kondome nicht vollständig vor HPV.
Eine Infektion mit HPV kann mit dem PAP-Abstrich nicht nachgewiesen werden. Dafür bedarf es eines zusätzlichen HPV-Tests. Für die beiden häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 wurden Impfstoffe entwickelt.
Die Impfung wirkt nur, wenn noch keine Infizierung mit dem Virus stattgefunden hat und sollte möglichst vor dem ersten Sexualkontakt durchgeführt werden.

Wie verläuft eine HPV-Infektion?

In den meisten Fällen werden diese Infektionen vom Immunsystem unter Kontrolle gebracht und sind in der Regel nach 8 bis 24 Monaten nicht mehr nachweisbar.
Nur bleibende Hochrisiko-HPV-Infektionen über 2 Jahre können zu einer Krebsvorstufe führen. Es entwickeln sich zunächst einzelne veränderte Zellen. Diese Veränderungen geschehen sehr langsam. Häufig dauert es 10 oder mehr Jahre bis daraus Gebärmutterhalskrebs entsteht.

Welche Behandlungsverfahren sind möglich?

Ein intaktes Immunsystem ist meist in der Lage das Virus zu eliminieren. Sollte jedoch bei Ihnen eine behandlungswürdige Veränderung am Muttermund, Vulva oder Scheide festgestellt werden und Ihr Körper aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sein die Infektion alleine zu bekämpfen, können wir Ihnen an der Universitätsfrauenklinik verschiedene Behandlungsmethoden von Medikamenten, bis zur ambulanten Operation zur Verfügung stellen. Die vorliegenden Ergebnisse werden dann an Ihren Frauenarzt übermittelt und mit Ihm können Sie unsere Empfehlung zur weiterführenden Therapie besprechen.

Kontaktieren Sie uns

Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Klinik für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Sekretariat der Klinik
Nadine Bier
Tel: 0941 782-3410
Fax: 0941 782-3415

gynaekologie@caritasstjosef.de

Dysplasie-Sprechstunde der Hochschulambulanz

Terminvereinbarung unter
0941 782-3411

Dienstag 8:00 - 11:30 Uhr

Ansprechpartner:
Dr. Maximilian Mögele
Dr. Susanne Schüler-Tropak

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