Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Lehrstuhl der Universität Regensburg

aktuelle Mitteilungen

August 2017

DFG fördert ein Zwei-Jahres-Kooperationsprojekt (UK Regensburg – TU München)

Für die nächsten 2 Jahre finanziert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) ein Kooperationsprojekt zwischen Frau PD Dr. Anja K. Wege (FG Experimentelle Immunologie der FHK St. Josef) und PD Dr. Holger Bronger (Frauenklinik der Technischen Universität München) zur Untersuchung eines Proteins (CX3CL1) im Zusammenhang mit Brustkrebs. Dieses sog. Chemokin CX3CL1 kann unterschiedliche Funktionen erfüllen: Zum einen kann es als lösliches Protein Immunzellen in den Tumor locken und als membranständiges Protein die Bindung von Immunzellen an Tumorzellen verstärken (was die Bekämpfung von Tumorzellen unterstützt). Zum anderen kann das Chemokin aber auch die Proliferation von Tumorzellen stimulieren.

Welche Funktion v.a. im Mammakarzinom eine Rolle spielt und wie neue Erkenntnisse ggf. therapeutisch berücksichtigt werden können, soll in den nächsten zwei Jahren mithilfe von in-vitro Untersuchungen, Analysen von Patientinnenproben, aber auch mithilfe sog. Humanisierter Tumormäuse (HTM) intensiv erforscht werden. Insgesamt sollen mit dieser Strategie klinisch relevante und nutzbare Daten generiert werden.

Das Projekt wird mit insgesamt 289.274 Euro gefördert.


Juli 2017

Eine aktuelle Arbeit von PD Dr. Anja Kathrin Wege und Prof. Dr. Gero Brockhoff wurde im Juli 2017 zum „Glanzlicht biomedizinischer Forschung“ der Medizinischen Fakultät, Universität Regensburg, gewählt.
Mehr Informationen finden Sie hier:
Immunmodulation der Trastuzumab-Therapie des Mammakarzinoms mit Interleukin-15 (IL-15) im „Humanisierten Tumormausmodell“: Chancen und Risiken


November 2016  

Frau PD Dr. Anja Kathrin Wege (AG Experimentelle Immunologie) erhält die Auszeichnung für den "Besten Freien Vortrag" auf dem Meeting der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, Komission Translationale Forschung (AG-TRAFO) 2016 

  


November 2015

Gezielter gegen Brustkrebs

Unter Federführung der Charité – Universitätsmedizin Berlin startete das bundesweite Forschungsprojekt TransLUMINAL-B. Es untersucht in den nächsten drei Jahren mit einer Förderung von zwei Millionen Euro die Entstehung von Metastasen bei Brustkrebs sowie die Rolle bösartiger Zellen, die sich im Verlauf bestimmter Brustkrebserkrankungen in Blut und Knochenmark anreichern. Die Fakultät für Medizin der Universität Regensburg ist mit zwei Teilprojekten beteiligt.

Mehr dazu lesen Sie hier.


April 2014

Die Doktorandin der Humanmedizin und Stipendiatin Lisa Turinsky erhält den ImmunoTools Multiplex Award 2014 für ihre Forschungsarbeit:

The impact of chemotherapy on Trastuzumab-mediated ADCC in breast cancer

 

November 2013

Der Doktorand Florian Bitterer der Humanmedizin (AB Brockhoff / Wege) erhält anläßlich des COMBATing / AG-TRAFO Meetings (14.-16.11.2013 in Lübeck) den 2. Posterpreis für seine Arbeit:

"Stimulation of antibody dependent cellular cytotoxicity (ADCC) upon failure of cellular tumor suppression of breast cancer cells by Trastuzumab" (Florian Bitterer, Olaf Ortmann, Gero Brockhoff, Anja K. Wege)

Herr Bitterer zeigt mit seiner Arbeit Möglichkeiten auf, die zelluläre Resistenz von Mammakarzinomzellen gegenüber einer Behandlung mit Trastuzumab durch Stimulierung der immunologischen Tumorabwehr zu überwinden. Herr Bitterer kann auf Basis eines Kokulturmodells von Tumor- (Target-) und NK- (Effektor-) Zellen die Antikörper-abhängige zelluläre Zytotoxizität (ADCC) quantifizieren und durch eine definierte Effektor/Target ratio gezielt einstellen. Eine Inkubation in Gegenwart von IL-15 stimuliert die Aktivität der Effektorzellen und damit das Ausmaß von ADCC, ein vielversprechender Ansatz zur Steigerung der Effizienz von Antikörpertherapien.

  

Juli 2013

Dr. med. Stephanie Breindl (AG „Zytometrische und Zelluläre Onkologie“, Leitung: Prof. Gero Brockhoff) erhält den diesjährigen Promotionspreis der Frauenbeauftragten der Med. Fakultät.

Dissertationsthema:

„Untersuchungen zur Inhibition der Zellproliferation von Her2 überexprimierenden Mammakarzinomzellen unter dem Einfluß tumortherapeutisch wirksamer Antikörper, Kinaseinhibitoren und Wachstumsfaktoren“

Frau Dr. Breindl zeigt mit ihren experimentellen Untersuchungen bisher noch nicht dargestellte, molekular-zelluläre Mechanismen auf, die ein Ansprechen, bzw. eine Insensitivität gegenüber Target-spezifischen in-vitro Behandlungen von Mammakarzinomzellen mit ErbB-AK und TKI erklären. Insbesondere zeigt Frau Breindl auf, welche Bedeutung der Einfluß von natürlichen Liganden auf das Targeting hat, welche Kompensationsmechanismen der Zelle dabei eine Rolle spielen und wie diese reversiert werden können. Die von Frau Beindl erhobenen Daten zeigen die Notwendigkeit und das Potential eines modularen, flexibel einsetzbaren anti-ErbB-Targetings auf. Frau Breindl hat Daten generiert, die helfen werden, Antigen-spezifische anti-ErbB-Rezeptor Behandlungen im Sinne der personalisierten Therapie individuell anzupassen und damit möglichst effektiv zu gestalten.

Januar 2013

Regensburg. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Für eine gezielte Therapie des sogenannten Mammakarzinoms wollen Regensburger Forscher in den kommenden zweieinhalb Jahren rund 500 verschiedene Antikörper testen. Dabei arbeiten Prof. Dr. Gero Brockhoff und Dr. Anja-Kathrin Wege von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Schwerpunkt Frauenheilkunde) am Caritaskrankenhaus St. Josef mit zwei Biotechnologieunternehmen zusammen.

Die MAB Discovery GmbH in Neuried und die Agrobiogen GmbH in Hilgertshausen sind auf die synthetische Herstellung von monoklonalen Antikörpern spezialisiert. “Das Besondere an monoklonalen Antikörpern ist, dass sie an genau eine spezifische Struktur auf der Tumorzelle - das Antigen - binden und eine starke Bindungskraft haben”, erklärt Brockhoff. Ziel der Forscher sind die sogenannten ErbB-Rezeptoren, die bei Brustkrebs häufig vermehrt auf den Tumorzellen vorkommen. Dabei handelt es sich um Signalwegsmoleküle, die wichtig für das Zellwachstum sind - durch sie werden die Tumorzellen zu unkontrolliertem Wachstum angeregt. Die Folge sind oft Metastasen.

“Indem wir diese Rezeptoren durch die Antikörper blockieren, hoffen wir, das Tumorwachstum besonders stark zu bremsen”, sagt Brockhoff. Außerdem lösen die Antikörper eine Immunreaktion des Körpers aus - das Immunsystem wird dadurch aktiviert, um die Tumorzellen zu vernichten. “Die therapeutische Wirkung der Antikörper entfaltet sich also auf zwei Ebenen”, erklärt Brockhoff.

Die von den Unternehmen hergestellten Antikörper wollen Brockhoff und Wege zunächst in Zellkulturen auf ihre Wirksamkeit testen. “Ziel ist es, neue Antikörper zu entwickeln, die bisher bekannten Antikörpern deutlich überlegen sind”, so Wege. Kandidaten, die sich in der Zellkultur als vielversprechend erweisen, sollen danach im Mausmodell untersucht werden. Um möglichst nah an die klinische Forschung zu kommen, hat die Projektgruppe die sogenannte humanisierte Tumormaus entwickelt.

Gentechnisch veränderten Mäusen, die kein eigenes Immunsystem haben, werden dafür Blutstammzellen und Brustkrebszellen kotransplantiert. In diesen Tieren entwickelt sich innerhalb von sechs Wochen ein menschliches Immunsystem und es lässt sich eine Tumorentwicklung beobachten, wie sie auch bei Brustkrebspatienten vorkommt. “Dadurch kommen wir der Situation beim Menschen sehr nahe”, erläutert Wege.

Bis August 2015 läuft das Projekt, das von der Bayerischen Forschungsstiftung mit rund 600000 Euro gefördert wird. Mittel- bis langfristig sollen die Antikörper mit der höchsten Wirksamkeit Einzug in die klinische Praxis halten. Brockhoff zufolge ist es sinnvoll, die Antikörpertherapie mit konventionellen Methoden wie der Chemotherapie zu kombinieren, da sich dadurch ein größerer Effekt erreichen ließe. Bereits heute seien Antikörper ein wesentlicher Bestandteil der personalisierten Krebstherapie. Denn: “Tumoren unterscheiden sich - Brustkrebs ist also nicht gleich Brustkrebs.” Mithilfe der neuen Antikörper hoffen die Forscher, Tumorzellen bald wirksamer angreifen zu können. 
  

Dr. Anja-Kathrin Wege und
Prof. Dr. Gero Brockhoff testen
neue Antikörper für die Krebstherapie.
Foto: kn

Mittelbayerische Zeitung vom 24.01.2013

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Prof. Dr. rer. nat. Gero Brockhoff

Kontakt derzeit unter:
Institut für Pathologie
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Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Tel: 0941/944-8910
gero.brockhoff@ukr.de

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