Klinik für Chirurgie

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Komplikationen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) stellen häufige Krankheitsbilder in der chirurgischen Klinik dar, die in enger Zusammenarbeit mit der internistischen Abteilung behandelt werden.

Bei Patienten mit M. Crohn sind die häufigsten behandlungsbedürftigen Komplikationen schwere Entzündungen des letzten Dünndarmabschnittes mit Engstellen oder Abszessen sowie Abszesse und Fisteln im Bereich des Afters.

Zur Beseitigung von entzündlichen Engstellen (Stenosen) im Bereich des letzten Dünndarm-abschnittes (häufigste Erstlokalisation bei M. Crohn) kommt in unserer Klinik überwiegend die minimal invasive Operationstechnik (s. o.) zum Einsatz (laparoskopische Ileozökal-resektion).

In der Behandlung von chronischen Fisteln im Bereich des Afters stehen in unserer Klinik zahlreiche innovative Methoden zur Verfügung (Fistula Plug, Mesh-Einlage) Hierzu kann die vorübergehende Anlage eines künstlichen Darmausganges erforderlich sein, der nach Ausheilung der Fistel wieder zurückverlagert wird. Auch dies wird in unserer Klinik überwiegend in minimal invasiver Technik durchgeführt.

In der Behandlung von Fisteln von Enddarm zur Scheide bei Patientinnen mit M. Crohn konnten wir durch die Anwendung der "Grazilisplastik" in unserer Klinik gute Erfolge erzielen. Dabei wird ein schmaler Muskel des Oberschenkels auf die bestehende Fistel gelegt und diese somit bei gutem Einheilen verschlossen.

Patienten mit Colitis ulcerosa bedürfen in der Regel nur bei fehlendem Ansprechen auf medikamentöse Therapie, bei Auftreten von Komplikationen (Blutung, Perforation) oder bei Entwicklung bösartiger Darmtumoren auf dem Boden einer Colitis ulcerosa einer chirurgischen Therapie. In diesen Fällen wird in der Regel eine komplette Entfernung des erkrankten Dickdarmes (Proktokolektomie) durchgeführt, die gleichbedeutend mit einer Heilung ist. Häufig wird dazu zum Schutz vor Komplikationen ein vorübergehendes Stoma (künstlicher Darmausgang) angelegt, das bei regelrechtem Verlauf nach sechs Wochen wieder zurückverlegt werden kann. Auch dies erfolgt in unserer Klinik in minimal invasiver Technik.

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