Klinik für Chirurgie

Akute Appendizitis (Blinddarmentzündung)

Die Entzündung des Wurmfortsatzes ist eines der häufigsten Krankheitsbilder in der Allgemeinchirurgie. 7 - 12 % der Bevölkerung in Deutschland erkranken während der ersten drei Lebensjahrzehnte.

Im Volksmund wird häufig von der "Blinddarmentzündung" gesprochen, eine Bezeichnung die jedoch nicht korrekt ist. Bei der akuten Appendizitis handelt es sich vielmehr um eine Entzündung des Wurmfortsatzes. Dieser hängt als blind endender Anteil dem Coecum
(dem eigentlichen Blinddarm) an.

 

Die Ursachen der akuten Appendizitis sind vielfältig. Am häufigsten liegt eine Obstruktion (Verengung, Verlegung) des Lumens (Weite eines Hohlorgans) des Wurmfortsatzes vor. Dies kann durch ein Abknicken der Appendix, Verlegung durch Narbenstränge, Kotsteine, entzündliche Schleimhautschwellungen etc. bedingt sein.

Die Beschwerden bei einer Appendizitis beginnen meist unvermittelt (häufig in den Morgenstunden). Übelkeit, Erbrechen und kolikartige Bauchschmerzen können vorhanden sein.
Die Beschwerden beginnen dabei häufig in der Magengegend und verlagern sich im weiteren Verlauf in den rechten Unterbauch. Begleitend können Appetitlosigkeit, Fieber
und Stuhlverhalt vorliegen.

Die Diagnose "akute Appendizitis" wird durch eine ausführliche Anamnese und eine gründliche klinische Untersuchung des Patienten gesichert. Zusätzlich erfolgen Ultraschall-untersuchung, Blutabnahme sowie eine Urinuntersuchung, um andere Ursachen der Beschwerden ausschließen zu können.

Die Therapie der Wahl ist die zügige Operation mit Entfernung des Wurmfortsatzes. Bei weit fortgeschrittener Entzündung erfolgt zusätzlich eine Behandlung mit Antibiotika.

Die Entfernung des Wurmfortsatzes kann dabei über eine "offene" Operation durch einen kleinen Schnitt im rechten Unterbauch erfolgen oder mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie). Die Vorteile des laparoskopischen Vorgehens sind ein meist geringerer Wundschmerz nach der Operation und eine bessere Übersicht während der Operation.
Bei Frauen können zusätzlich die weiblichen Geschlechtsorgane beurteilt werden. So wird die laparoskopische Appendektomie bevorzugt bei Frauen durchgeführt.

  
Bilder einer laparoskopischen Appendektomie


Im linken Bild wird der Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) mit einer Haltezange angehoben. Am Wurmfortsatz hängt Fettgewebe, in dem unter anderem auch die Arterie verläuft, die den Wurmfortsatz mit Blut versorgt. Im rechten Bild ist das dem Wurmfortsatz anhängende Fettgewebe bereits entfernt und der Wurmfortsatz wird an der Basis des Coecums (Blinddarm) mit einem speziellen Klammernahtgerät entfernt.

Die Dauer eines Krankhausaufenthaltes nach einer Appendektomie (Entfernung des Wurmfortsatzes) hängt unter anderem von der Schwere der Entzündung ab und von Begleiterkrankungen. Bei einem unkomplizierten Verlauf beträgt der Aufenthalt 2 - 4 Tage nach der Operation.

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