Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Lehrstuhl der Universität Regensburg

Nabelschnurblutentnahme

Werdende Eltern haben bei uns die Möglichkeit, das Nabelschnurblut ihres Kindes bei der Geburt entnehmen zu lassen, um dieses langfristig aufzubewahren. Dabei arbeiten wir sowohl mit Bayerns größter Nabelschnurblutbank im Universitätsklinikum Erlangen (in Kooperation mit eticur), als auch mit der Nabelschnurblutbank Vita34 (Leipzig) zusammen. Dort wird jeweils das Nabelschnurblut aufbereitet und aufbewahrt. Unsere Mitarbeiter im Kreißsaal sind in der Entnahme geschult und haben diese bereits häufig durchgeführt.

Warum sollen wir Nabelschnurblut einlagern?

Das Nabelschnurblut eines Neugeborenen enthält Stammzellen. Diese können aufbewahrt und später bei schweren Erkrankungen für medizinische Therapien eingesetzt werden.

Für welche Erkrankungen kann Nabelschnurblut eingesetzt werden?

  • Krebs- oder Bluterkrankungen, z.B. Leukämien (hier ist das Nabelschnurblut von Geschwistern häufig gut geeignet)
  • Jugendlicher Diabetes (in Erprobung)
  • Herzklappenfehler (Züchtung mitwachsender Herzklappen, in Erprobung)
  • Frühkindliche Hirnschädigungen (in Erprobung)
  • Schlaganfall, Herzinfarkt (in Experimenten)

Wie läuft die Nabelschnurblutentnahme ab?

Nach dem Abnabeln des Kindes entnehmen Arzt oder Hebamme das Restblut aus Plazenta und Nabelschnur. Die Entnahme ist für Mutter und Kind ungefährlich und schmerzlos und dauert nur wenige Minuten. Meist bekommt die Mutter davon gar nichts mit. Eine Entnahme ist auch bei einer Kaiserschnitt-Geburt möglich. Ein Kurier bringt das Nabelschnurblut nach der Entnahme dann entweder in das Universitätsklinikum in Erlangen (eticur) oder ins Labor von Vita 34 (Leipzig).

Wie wird das Nabelschnurblut aufbewahrt?

Im Labor werden umfangreiche Tests am Nabelschnurblut durchgeführt. Zuvor werden die Zellen entweder separiert, d.h. die roten Blutzellen schonend entfernt (Universitätsklinikum Erlangen / eticur) oder direkt als Vollblut eingefroren (Vita 34). Anschließend wird das Stammzell-Präparat bei etwa -175°C in mit flüssigem Stickstoff befüllten Edelstahl-Tanks kältekonserviert. Damit kommt der Stoffwechsel im Inneren der Zellen zum Erliegen (Kälteschlaf). Werden die Stammzellen einmal gebraucht, sind sie damit fast so jung wie zur Geburt.

Was Sie vor der Geburt dafür tun müssen:

Werdende Eltern, die das Nabelschnurblut für ihr Kind aufbewahren möchten, setzen sich möglichst acht Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin mit dem Anbieter ihrer Wahl in Verbindung und schließen einen Vertrag ab. Sie erhalten dann einige Wochen vor der Geburt ein Entnahmepaket, das Sie zur Geburt mit in die Klinik bringen. Es enthält alle Materialien, die wir für die Entnahme benötigen und dient gleichzeitig als Transportbox für das Nabelschnurblut.

Nabelschnurblutspende: Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen und öffentlichen bayerischen Nabelschnurblutbank

Im Caritas-Kankenhaus St. Josef haben junge Eltern auch die Möglichkeit die Nabelblutzellen ihres Kindes für die Allgemeinheit zu spenden. Hierfür wurde von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern die gemeinnützige und öffentliche Bayerische Stammzellbank eingerichtet. Bisher sind dort an die 4000 Präparate eingelagert. 119 konnten schon zur Transplantation an Leukämiepatienten herausgegeben werden. Jedes dieser Präparate ist die Chance auf ein Weiterleben.

Kontaktieren Sie uns

Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Klinik für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Hebammensprechstunde
Tel: 0941 782-3470

hebammen@caritasstjosef.de

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