Prostatakarzinomzentrum Regensburg

Das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. Es nimmt mittlerweile die erste Stelle der bösartigen Tumorerkrankungen des Mannes in der westlichen Welt ein. Allein in Deutschland betrug die Zahl an Neuerkrankungen 2012 über 64.000 Fälle.

In seinem frühen Stadium zeigt das Prostatakarzinom meist keine Symptome. Anders als die gutartige Prostatavergrößerung (BPH) verursacht es in den gewöhnlicherweise keine Beschwerden beim Wasserlassen. Viele Männer entschließen sich daher erst zur Untersuchung, wenn die ersten Probleme auftreten. Dies sind dann zumeist Beschwerden, die ein bereits weit fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung anzeigen: Knochen- und Rückenschmerzen, Gewichtsverlust und Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Eine vollständige Heilung ist in diesem Stadium nicht mehr möglich.
Dies verdeutlicht umso mehr die Bedeutung der urologischen Vorsorgeuntersuchung. Sie besteht in einer Abtastung der Prostata und einer Bestimmung des PSA-Wertes des Bluts. Die diagnostische Bedeutung des PSA-Wertes ist allerdings umstritten, da nicht ausreichend geklärt ist, ob durch seine Bestimmung die Sterblichkeitsrate durch das Prostatakarzinom zuverlässig gesenkt wird und ob die PSA-Wertbestimmung nicht in vielen Fällen eine Übertherapie zur Folge hat.
Daher muss bei Nachweis eines Prostatakarzinoms in Beratung mit dem Patienten entschieden werden, ob eine Therapie (Operation, Bestrahlung, alternatives Verfahren) sinnvoll ist. In speziellen Fällen kann es für den Patienten auch von Vorteil sein, mit dem Beginn der kurativen Therapie so lange wie möglich zu warten (sog. „Active Surveillance“), bzw. – bei Patienten höheren Alters – überhaupt erst einzuschreiten, wenn Beschwerden auftreten („Watchful waiting“).

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S3-Leitlinie Prostatakarzinom:

Artikel im Bayr. Ärzteblatt von Prof. Dr. Maximilian Burger

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Quelle: Bayerisches Ärzteblatt, 6/2017, S. 265ff.

 
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