Prozessmanagement im Krankenhaus St. Josef

Das Prozessmanagement erfasst alle klinischen Prozesse, die zur Patientendurchlaufsteuerung beitragen. Im prozessorientierten Krankenhaus St. Josef, welches alle klinischen Kernprozesse analysiert und neu konzipiert hat, wurde die Patientendurchlaufsteuerung ausschließlich auf den Patienten ausgerichtet.

Dadurch entstand ein neues Aufnahmekonzept mit einem Zentralen Belegungsmanagement und einer Zentralen Patientenaufnahme. Zudem wurde auf der Stationsebene das Pflegesystem der Primären Pflege eingeführt und der Stationsleitung ein neues Aufgabenprofil zugeteilt.


Integriertes Aufnahmekonzept

Eine optimale Patientendurchlaufsteuerung beginnt mit einer bedarfsgerechten Belegungs-steuerung, die zentral gemanagt wird. Dazu gehören das Zentrale Belegungsmanagement, die Zentrale Patientenaufnahme, die Zentrale Notaufnahme und die Stationäre Holding Area (Aufnahmestation).


Zentrales Belegungsmanagement (ZBM)

Den Erstkontakt zur stationären Aufnahme in unser Krankenhaus haben Sie als Patient zum Zentralen Belegungsmanagement (ZBM). Sie erhalten wichtige Informationen über Ihren Krankenhausaufenthalt und einen Aufnahmetermin. 

Die Kernaufgaben des Zentralen Belegungsmanagements sind die Koordination aller stationären Neuaufnahmen, Notaufnahmen und internen Verlegungen sowie die Terminvergabe für alle elektiv aufzunehmenden Patienten mit Datum und Uhrzeit. Dies betrifft alle Patienten, die persönlich, telefonisch oder über niedergelassene Ärzte einen stationären Termin benötigen und die Indikation für eine stationäre Aufnahme mitbringen.


Zentrale Patientenaufnahme (ZPA)

Die Realisierung eines ganzheitlichen Ansatzes in der Patientendurchlaufsteuerung erfordert eine zentrale Patientenaufnahme, die an die Bedürfnisse der Patienten angepasst ist.

Sie kommen zum vereinbarten Termin in unser Krankenhaus und melden sich in der Zentralen Patientenaufnahme an. Ein kompetenter Ansprechpartner an einer offenen Theke empfängt Sie zu den vereinbarten Terminen, wo Sie anschließend in den anliegenden Untersuchungsräumen sowohl administrativ als auch ärztlich aufgenommen werden. Nach der administrativen und ärztlichen Aufnahme erfolgen die Prämedikationsvisiten, wo Sie anästhesiologisch aufgeklärt werden.


Stationäre Holding Area (SHA)

Nachdem Sie beim Anästhesisten waren geben Sie Ihre Krankenakte auf der Stationären Holding Area ab. Die SHA dient als präoperativer Aufnahmebereich. Das Pflegepersonal überprüft Ihre Patientenakte auf Vollständigkeit und leitet sofort erforderliche Maßnahmen ein, sofern noch administrativ-medizinische Fragen vorliegen. 

Anschließend gehen Sie nach Hause und kommen meist am nächsten oder übernächsten Tag zur stationären Aufnahme direkt auf die SHA. Sie werden dort für die Operation vorbereitet. Das Pflegepersonal der SHA bringt Sie, nach OP-Plan, in den OP-Saal. Nach der Operation und anschließendem Aufenthalt im Aufwachraum werden Sie auf die Station verlegt.


Prozessmanagement auf der Stationsebene

Ein prozessorientiertes Krankenhaus zeichnet sich nicht nur durch ein integriertes Aufnahmekonzept aus, das die Patienten in den Mittelpunkt stellt. Auch die Abläufe auf der Station müssen patientenorientiert ausgerichtet werden. Aus diesem Grund haben wir das Pflegeorganisationssystem der Primären Pflege (PP) eingeführt.

Das Pflegeorganisationssystem der Primären Pflege (PP) ist dazu geeignet, ein professionelles und kontinuierliches Fallmanagement auf der Stationsebene zu realisieren.

Sie bekommen bei Ihrer stationären Aufnahme eine primäre Pflegekraft zugeteilt, die für Ihre Pflege und für Ihren stationären Aufenthalt verantwortlich ist. Sie führt gemeinsam mit Ihnen eine professionelle Planung der pflegerischen Maßnahmen und des gesamten Patientenaufenthaltes durch. Sie ist die Koordinatorin Ihres Behandlungsteams und erhält somit alle notwendigen Informationen, um Ihnen einen optimalen und effizienten Behandlungsablauf zu garantieren. Sie begleitet Sie von der Aufnahme bis zur Entlassung als Prozessverantwortliche und ist somit als primäre Pflegekraft Ihr Fallmanager.

Um die Prozesse innerhalb und außerhalb der Stationsebene organisieren zu können, muss die Stationsleitung als Prozesstreiber fungieren. Sie ist auch die Schlüsselfigur zur erfolgreichen Umsetzung der Primären Pflege. Die Hauptaufgaben der Stationsleitung umfassen das gesamte Schnittstellenmanagement samt Belegungskoordination mit den einzelnen Abteilungen, die Steuerung der Personalentwicklung und die Erhaltung der eigenen Fachkompetenz.


Grenzenloses Organisationsverständnis

Das Prozessorientierte Krankenhaus verlangt ein Organisationsverständnis von allen Mitarbeitern, bei dem die Grenzen und Gräben zwischen einzelnen Abteilungen  mit den engen Hierarchie- und Zuständigkeitsbeziehungen überwunden werden. Das heißt, die linke Hand des Unternehmens weiß, was die rechte gestern getan hat.

Die Prozesse, die horizontal und vertikal durch die unterschiedlichen Bereiche des Hauses verliefen, können von Grund auf neu gestaltet werden.

Damit ein patienten- und kundenfreundliches Prozessmanagement aufgebaut werden kann und gelebt wird, müssen Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen in die Veränderungsprozesse einbezogen werden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage: http://pik-consulting.de/

Kontaktieren Sie uns

Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Direktion für Pflege- und Patientenmanagement
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Assistentin der Pflegedirektion, Sekretariat 
Andrea Niedermeier
Betriebswirtin (VWA)
Tel: 0941 782-2610
Fax: 0941 782-2015

pflegedirektion@caritasstjosef.de

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