Pflegeleitbild

Vorwort

Die Veränderungen im Gesundheitswesen und die sich dadurch wandelnden Bedingungen für die Gesellschaft sind die Herausforderungen der Pflege und erfordern zukunftsorientierte Handlungskonzepte.

Eine Hilfe dazu ist unser Pflegeleitbild, das sich am Leitbild des Caritas-Krankenhauses St. Josef orientiert. Wir stellen damit unser Pflegeverständnis dar.

Entstanden ist es in einem fast zweijährigen Prozess, an dem die Stationsleitungen und die Projektgruppe „Pflegeleitbild“ beteiligt waren.

Die Grundsätze sagen aus, was sein soll und zeigen damit Perspektiven für die Weiterentwicklung der Pflege auf. Dabei kann eine möglicherweise auftretende Diskrepanz zwischen Bestehendem und Angestrebtem ein fruchtbares Spannungsfeld erzeugen, das zu Neuerungen herausfordert.

1. Unser Verständnis vom Menschenbild in der Pflege

Die Individualität jedes Menschen steht im Vordergrund. Seine Würde ist ungeachtet seiner Herkunft, Konfession, Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Bildung und Leistung unantastbar.

Der Mensch ist eine Ganzheit mit seinen leiblichen, geistigen, seelischen, sozialen und religiösen Bezügen. Er ist in eine Umgebung eingebunden, auf die er wirkt und die auf ihn wirkt. Nicht die Krankheit allein, sondern die Befindlichkeit des ganzen Menschen ist dabei zu sehen. Die Gefühle des Menschen gilt es zu erkennen und zu respektieren.

Der Mensch ist ein Beziehungswesen und ist auf Beziehung angewiesen.

2. Unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit

Unter Gesundheit verstehen wir einen subjektiv empfundenen Zustand des menschlichen Körpers, des Geistes und der sozialen Verfassung, der sich ständig verändert. Gerät dieser Zustand aus dem Gleichgewicht, wird er als Krankheit empfunden. Gesundheit und Krankheit sind unterschiedliche Ausdrucksformen des Lebens.

Unser Ziel ist es, den Menschen zu unterstützen, zu beraten und/oder die Pflege zu übernehmen, damit dieser einen Zustand des Wohlbefindens und/oder der Gesundheit erreicht. Dabei bieten wir sowohl pflegerisches Praxiswissen als auch Gesundheitsberatung und – förderung an.

Dabei ist uns wichtig, dass der benötigte Bedarf an Pflege erfüllt wird und die Patienten, soweit möglich, ihre Selbständigkeit erhalten, fördern oder wieder erlangen.

Sterben und Tod sind für uns untrennbarer Teil des Lebens. Wir treten für ein Sterben in Würde ein. Die Begleitung Sterbender und deren Angehöriger ist uns ein wichtiges Anliegen.
Es ist für jede/n Gesundheits- und Krankenpfleger/in wichtig, eigene Grenzen zu akzeptieren und bei Bedarf geeignete Hilfe zu beanspruchen bzw. anzunehmen. Ebenso ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ihr Wohlbefinden in den vorhandenen Rahmenbedingungen fördern.

3. Unser Verständnis von Pflege

Pflegeverständnis

Unter professioneller Pflege verstehen wir die Begleitung, Beratung und Betreuung unserer Patienten und deren Angehöriger. Den Patienten sehen wir dabei als Individuum, dem wir partnerschaftlich begegnen und seine Auffassung von Pflege respektieren.

Wir bieten, je nach Bedarf, verschiedene Leistungen an:

  • Handeln für den Patienten
  • Leiten und Führen des Patienten und der Angehörigen
  • Physische und psychische Unterstützung des Patienten
  • Beratung und Schulung

Pflege arbeitet mit anderen Berufsgruppen gemeinsam und gleichberechtigt zusammen, um die komplexen Aufgaben der gesamten Versorgung zu erfüllen.

Pflegepraxis

Wir führen mit dem Patienten und/oder seinen Angehörigen ein Aufnahmegespräch und definieren mit ihm gemeinsam seine Ziele und den Weg zur Zielerreichung.

Wir führen die Pflege nach festgelegten nationalen und hausinternen Standards sowie nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch und gewährleisten damit eine kontinuierliche, hohe Pflegequalität.
Damit wir in der Betreuung unserer Patienten eine Kontinuität gewährleisten können, arbeiten wir im System der Primären Pflege. Durch die Umsetzung der Primären Pflege ermöglichen wir dem Patienten eine sinnvolle, zielgerichtete und individuelle pflegerische Behandlung.

Teamarbeit

Alle, die an der Betreuung und Behandlung des Patienten beteiligt sind, bilden ein therapeutisches Team.

Unser Denken und Handeln ist bereichs- und abteilungsübergreifend.

Wir gehen im interdisziplinären Team respektvoll und partnerschaftlich miteinander um und arbeiten in einer Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung.

Wichtig ist uns eine Kultur der offenen Kommunikation, der Lösungsorientierung und des ständigen Lernens.

Pflegequalität

Qualitätssicherung in der Pflege ist ein Prozess mit dem Ziel, die Patientenversorgung kontinuierlich zu verbessern. Dies geschieht durch die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung der pflegerischen Leistung.

4. Unser Verständnis von Umwelt und Wirtschaftlichkeit

Pflege steht in der Wechselwirkung mit Umwelt/Gesellschaft/Wirtschaft, d.h., wenn wir wirtschaftlich denken und handeln, kommt es der Gesellschaft zu Gute. Pflege hat einen offiziellen Auftrag von der Gesellschaft und muss sich damit der Kritik der Gesellschaft stellen.

Pflege findet in den unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft statt. Deshalb ist es auch unser pflegerischer Auftrag im Krankenhaus, eine Schnittstelle nach außen zu schaffen,  damit die Kontinuität der Pflege über den Krankenhausaufenthalt hinaus gewährleistet wird.

Wir tragen durch das Fallmanagement zur Prozess- und Erlösoptimierung bei.

Wir bieten unseren Mitarbeitern individuelle Arbeitszeiten, die dem Arbeitsanfall
angepasst sind.

Mit den Rohstoffen, Materialien und Geräten gehen wir verantwortungsbewusst und
zukunftsorientiert um.

Kontaktieren Sie uns

Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Direktion für Pflege- und Patientenmanagement
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Assistentin der Pflegedirektion, Sekretariat 
Andrea Niedermeier
Betriebswirtin (VWA)
Tel: 0941 782-2610
Fax: 0941 782-2015

pflegedirektion@caritasstjosef.de

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