Interdisziplinäres Zentrum für Sakrale Neurostimulation

Prinzip der Therapie

SNS Bei dieser Therapie wird eine dünne Elektrode unter Röntgenkontrolle oberhalb des Steißbeines an den so genannten Sakralnerven eingepflanzt, die den Enddarm, den analen Verschlussapparat und die Blase versorgen. Diese Sakralnerven gehören zum peripheren Nervensystem und haben deshalb nichts mit dem Rückenmark zu tun.

Die Elektrode wird dabei durch eine natürliche Öffnung des Kreuzbeinknochens, die im Röntgen sichtbar ist, eingeführt. Auf jeder Seite befinden sich vier solcher natürlicher Öffnungen im Kreuzbein. Ein Schrittmacher (Neurostimulator), der zusätzlich im Gesäß- oder Unterbauchbereich an einer kosmetisch günstigen Stelle implantiert wird, gibt über die Elektrode ähnlich wie ein Herzschrittmacher permanente sanfte elektrische Impulse an diese Sakralnerven ab.

Da die Sakralnerven die Funktionen der Beckenorgane steuern, wird die natürliche Funktionalität von Blase und Darm wiederhergestellt. Die Stärke der elektrischen Impulse wird individuell angepasst, so dass nur ein leichtes Kribbeln im After-, Damm- oder Blasenbereich zu verspüren ist. Nach einiger Zeit werden diese Impulse aber von den meisten Patienten gar nicht mehr bewusst wahrgenommen, weil das Gehirn recht schnell diese Empfindungen ausblendet.

Der gesamte Eingriff erfordert nur kleine Hautschnitte und wird deshalb als minimal invasiv bezeichnet. Er wird im Rahmen eines kurzen Krankenhausaufenthaltes unter Vollnarkose durchgeführt. Die eingesetzten Implantate werden komplett unter die Haut eingepflanzt, so dass sie im Allgemeinen äußerlich nicht bemerkt werden.

Der Schrittmacher lässt sich jederzeit nach dem Eingriff von Außen (telemetrisch) über ein Steuergerät des Arztes programmieren und fein abstimmen, so dass sich auch später noch die Therapie einfach optimieren lässt.

InterStim iCon Die Patienten erhalten darüber hinaus eine kleine Fernbedienung im Handyformat, über die der Schrittmacher jederzeit aus- oder eingeschaltet sowie die Stärke der elektrischen Impulse verändert werden kann. Die Batterielebensdauer beträgt ca. 5-9 Jahre, ist jedoch abhängig von den Stimulationsparametern. Danach muss der Schrittmacher in einem kleinen Eingriff ausgetauscht werden.

Auch bei schweren Formen von überaktiver Blase und Stuhlinkontinenz kann der überwiegenden Mehrheit der Patienten mit dieser Methode geholfen werden.

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